Anfängerleitfaden

Wie Man Schachnotation Liest — Kompletter Anfängerleitfaden

10. April 2026 9 Min. Lesezeit Chess Global League

Die Schachnotation ist die Schriftsprache des Spiels. Sobald Sie sie lesen und schreiben können, können Sie Meisterpartien studieren, Ihre eigenen aufzeichnen und jedem Schachbuch oder Tutorial der Welt folgen.

Was ist Schachnotation?

Schachnotation (auch algebraische Notation genannt) ist das universelle System zur Aufzeichnung von Schachzügen. Jedes Feld hat einen eindeutigen zweistelligen Namen und jeder Zug wird durch Kombination von Figur und Zielfeld notiert.

Das Erlernen der Schachnotation dauert weniger als eine Stunde, eröffnet aber ein lebenslanges Studium: jedes Schachbuch, jede Aufgaben-Website, jede Turnierdatenbank und jedes Online-Tutorial verwendet sie.

Das Koordinatensystem des Schachbretts

Jedes Feld auf dem Schachbrett hat einen einzigartigen Namen aus zwei Zeichen: einem Buchstaben (a–h) für die Spalte (genannt Linie) und einer Zahl (1–8) für die Reihe (genannt Reihe). Linien werden von links nach rechts aus der Perspektive von Weiß benannt. Reihe 1 ist die Grundreihe von Weiß; Reihe 8 ist die Grundreihe von Schwarz.

8  ♜ ♞ ♝ ♛ ♚ ♝ ♞ ♜
7  ♟ ♟ ♟ ♟ ♟ ♟ ♟ ♟
6  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·
5  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·
4  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·
3  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·  ·
2  ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙
1  ♖ ♘ ♗ ♕ ♔ ♗ ♘ ♖
  a  b  c  d  e  f  g  h

Der weiße König beginnt also auf e1, die schwarze Dame auf d8, und die linke untere Ecke ist a1. Das ändert sich nie — jeder Schachspieler der Welt verwendet dasselbe Koordinatensystem.

Figurensymbole

Jede Figur (außer dem Bauern) wird durch einen einzelnen Großbuchstaben dargestellt:

Symbol Figur Beispiel
K König ♔ Ke2
Q Dame ♕ Qd5
R Turm ♖ Ra1
B Läufer ♗ Bf4
N Springer ♘ Nf3
(keines) Bauer ♙ e4

Wichtig: Bauern haben keinen Buchstaben. Sie schreiben einfach das Zielfeld. e4 bedeutet „ein Bauer zieht nach e4“. Bei allen anderen Figuren steht der Buchstabe zuerst: Nf3 bedeutet „ein Springer zieht nach f3“.

Algebraische Schachnotation lesen: Zugformat

Das Grundmuster für das Schreiben eines Schachzugs ist einfach:

Figur + Zielfeld → Beispiel: Bc4 (Läufer zieht nach c4)

Hier sind zusätzliche Symbole, denen Sie begegnen werden:

Symbol Bedeutung Beispiel
x Schlagen Bxf7 — Läufer schlägt auf f7
+ Schach Qh5+ — Dame gibt Schach von h5
# Schachmatt Qh7# — Schachmatt auf h7
O-O Kurze Rochade O-O
O-O-O Lange Rochade O-O-O
=Q Bauernumwandlung e8=Q — Bauer wird zur Dame
e.p. En passant exd6 e.p.

Wenn Zwei Figuren auf das Gleiche Feld Ziehen Können

Manchmal können zwei Springer oder zwei Türme dasselbe Feld erreichen. In diesem Fall fügen Sie ein zusätzliches Zeichen hinzu, um zu klären, welche Figur gezogen hat:

  • Rae1 — der Turm auf der a-Linie zieht nach e1 (nicht der andere Turm)
  • N5f3 — der Springer auf Reihe 5 zieht nach f3
  • Qd1d3 — selten: vollständiges Ausgangsfeld, wenn Linie und Reihe beide mehrdeutig sind

Eine Beispielpartie Lesen

Lesen wir das berühmte Schäfermatt in 4 Zügen:

1. e4 e5 — Beide Seiten ziehen den Königsbauern zwei Felder vor
2. Bc4 Nc6 — Der weiße Läufer zielt auf f7; Schwarz entwickelt den Springer
3. Qh5 Nf6?? — Weiß bringt die Dame heraus; der Springerzug von Schwarz ist ein grober Fehler
4. Qxf7# — Dame schlägt auf f7 — Schachmatt!

Beachten Sie, wie jeder Zug eine vollständige Geschichte erzählt: welche Figur sich bewegt hat, wohin sie ging und was passiert ist (Schlagen, Schach oder Matt). Das ist die Schönheit der algebraischen Notation — sie ist präzise und universell.

Häufige Anmerkungssymbole

Beim Studium von Partien in Büchern oder Datenbanken werden Sie diese zusätzlichen Symbole sehen, die Kommentatoren verwenden:

Symbol Bedeutung
! Guter Zug
!! Brillanter Zug
? Fehler
?? Grober Fehler
!? Interessanter / spekulativer Zug
?! Zweifelhafter Zug
1-0 Weiß gewinnt
0-1 Schwarz gewinnt
½–½ Remis

5 Tipps zum Schnellen Erlernen der Notation

  1. Beginnen Sie damit, Ihre eigenen Partien aufzuschreiben — Schreiben Sie nach jeder Partie die Züge aus dem Gedächtnis auf. Selbst wenn Sie nur die ersten 10 richtig haben, bildet das die Gewohnheit.
  2. Sagen Sie die Feldnamen laut — Berühren Sie ein Feld auf dem Brett und sagen Sie seine Koordinate. Das baut sofortige Erkennung auf.
  3. Spielen Sie Meisterpartien nach — Wählen Sie eine kurze, berühmte Partie (wie das Schäfermatt oben) und spielen Sie die Züge auf einem Brett nach. Beschleunigen Sie allmählich.
  4. Verwenden Sie Online-Tools — Lichess und Chess.com zeigen die Notation neben dem Brett an, während Sie spielen. Schauen Sie nach jedem Zug darauf.
  5. Nicht auswendig lernen — erkennen — Nach ein paar Partien wird die Notation zur zweiten Natur. Behandeln Sie es wie das Lernen, eine Uhr zu lesen — sobald Sie es können, vergessen Sie es nie.

Deskriptive vs. Algebraische Notation

Bevor die algebraische Notation in den 1970er Jahren zum Standard wurde, verwendeten englischsprachige Länder die deskriptive Notation (z.B. „P-K4“ statt „e4“). Sie könnten ihr in älteren Schachbüchern begegnen. Die wichtigsten Unterschiede:

  • Die deskriptive verwendet Figurennamen für Linien (K-Linie, D-Linie, KB-Linie…)
  • Reihen werden aus der Perspektive jedes Spielers nummeriert (K4 von Weiß = e4, K4 von Schwarz = e5)
  • Die algebraische ist jetzt universell — verwenden Sie sie für alles

Häufig gestellte Fragen

Was ist die algebraische Notation im Schach?
Die algebraische Notation ist die Standardmethode zur Aufzeichnung von Schachzügen. Jedes Feld hat eine eindeutige Koordinate (wie e4 oder d7), bestehend aus einem Spaltenbuchstaben (a–h) und einer Reihenzahl (1–8). Züge kombinieren den Figurenbuchstaben mit dem Zielfeld.
K = König, D = Dame, T = Turm, L = Läufer, S = Springer. Bauern haben keinen Buchstaben — man schreibt einfach das Zielfeld (z.B. e4). Kleinbuchstaben a–h bezeichnen die Spalten (Linien) des Bretts.
Die kurze Rochade wird als O-O geschrieben (zwei Os getrennt durch einen Bindestrich). Die lange Rochade ist O-O-O (drei Os mit Bindestrichen). Diese Symbole sind in allen Sprachen gleich.
Das Symbol + bedeutet Schach (der gegnerische König wird angegriffen). Das Symbol # bedeutet Schachmatt (das Spiel ist vorbei). Zum Beispiel bedeutet Dh7#, dass die Dame nach h7 gezogen hat und Schachmatt gesetzt hat.
Die Notation ermöglicht es Ihnen, Partien aufzuzeichnen, um sie später zu überprüfen, Meisterpartien aus Büchern oder Datenbanken zu studieren, Tutorials zu folgen, und sie ist bei den meisten offiziellen Turnieren erforderlich. Sie ist die universelle Schriftsprache des Schachs.
📝

Bereit, Ihre Erste Partie Aufzuzeichnen?

Treten Sie der Chess Global League bei — für immer kostenlos. Spielen Sie gewertete Partien, üben Sie Ihre Notation und verfolgen Sie jeden Zug.

Kostenlos beitreten →

In der Praxis ausprobieren — Tritt der Liga bei

Chess Global League ist ein kostenloser monatlicher Schachwettbewerb mit Elo-gewerteten Runden, Gruppenstand und Auf-/Abstieg.



Kommentare 0

Sei der Erste, der kommentiert!

Melde dich an, um an der Diskussion teilzunehmen.