Was ist Schachnotation?
Schachnotation (auch algebraische Notation genannt) ist das universelle System zur Aufzeichnung von Schachzügen. Jedes Feld hat einen eindeutigen zweistelligen Namen und jeder Zug wird durch Kombination von Figur und Zielfeld notiert.
Das Erlernen der Schachnotation dauert weniger als eine Stunde, eröffnet aber ein lebenslanges Studium: jedes Schachbuch, jede Aufgaben-Website, jede Turnierdatenbank und jedes Online-Tutorial verwendet sie.
Das Koordinatensystem des Schachbretts
Jedes Feld auf dem Schachbrett hat einen einzigartigen Namen aus zwei Zeichen: einem Buchstaben (a–h) für die Spalte (genannt Linie) und einer Zahl (1–8) für die Reihe (genannt Reihe). Linien werden von links nach rechts aus der Perspektive von Weiß benannt. Reihe 1 ist die Grundreihe von Weiß; Reihe 8 ist die Grundreihe von Schwarz.
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2 ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙ ♙
1 ♖ ♘ ♗ ♕ ♔ ♗ ♘ ♖
a b c d e f g h
Der weiße König beginnt also auf e1, die schwarze Dame auf d8, und die linke untere Ecke ist a1. Das ändert sich nie — jeder Schachspieler der Welt verwendet dasselbe Koordinatensystem.
Figurensymbole
Jede Figur (außer dem Bauern) wird durch einen einzelnen Großbuchstaben dargestellt:
Wichtig: Bauern haben keinen Buchstaben. Sie schreiben einfach das Zielfeld. e4 bedeutet „ein Bauer zieht nach e4“. Bei allen anderen Figuren steht der Buchstabe zuerst: Nf3 bedeutet „ein Springer zieht nach f3“.
Algebraische Schachnotation lesen: Zugformat
Das Grundmuster für das Schreiben eines Schachzugs ist einfach:
Hier sind zusätzliche Symbole, denen Sie begegnen werden:
Wenn Zwei Figuren auf das Gleiche Feld Ziehen Können
Manchmal können zwei Springer oder zwei Türme dasselbe Feld erreichen. In diesem Fall fügen Sie ein zusätzliches Zeichen hinzu, um zu klären, welche Figur gezogen hat:
- Rae1 — der Turm auf der a-Linie zieht nach e1 (nicht der andere Turm)
- N5f3 — der Springer auf Reihe 5 zieht nach f3
- Qd1d3 — selten: vollständiges Ausgangsfeld, wenn Linie und Reihe beide mehrdeutig sind
Eine Beispielpartie Lesen
Lesen wir das berühmte Schäfermatt in 4 Zügen:
Beachten Sie, wie jeder Zug eine vollständige Geschichte erzählt: welche Figur sich bewegt hat, wohin sie ging und was passiert ist (Schlagen, Schach oder Matt). Das ist die Schönheit der algebraischen Notation — sie ist präzise und universell.
Häufige Anmerkungssymbole
Beim Studium von Partien in Büchern oder Datenbanken werden Sie diese zusätzlichen Symbole sehen, die Kommentatoren verwenden:
5 Tipps zum Schnellen Erlernen der Notation
- Beginnen Sie damit, Ihre eigenen Partien aufzuschreiben — Schreiben Sie nach jeder Partie die Züge aus dem Gedächtnis auf. Selbst wenn Sie nur die ersten 10 richtig haben, bildet das die Gewohnheit.
- Sagen Sie die Feldnamen laut — Berühren Sie ein Feld auf dem Brett und sagen Sie seine Koordinate. Das baut sofortige Erkennung auf.
- Spielen Sie Meisterpartien nach — Wählen Sie eine kurze, berühmte Partie (wie das Schäfermatt oben) und spielen Sie die Züge auf einem Brett nach. Beschleunigen Sie allmählich.
- Verwenden Sie Online-Tools — Lichess und Chess.com zeigen die Notation neben dem Brett an, während Sie spielen. Schauen Sie nach jedem Zug darauf.
- Nicht auswendig lernen — erkennen — Nach ein paar Partien wird die Notation zur zweiten Natur. Behandeln Sie es wie das Lernen, eine Uhr zu lesen — sobald Sie es können, vergessen Sie es nie.
Deskriptive vs. Algebraische Notation
Bevor die algebraische Notation in den 1970er Jahren zum Standard wurde, verwendeten englischsprachige Länder die deskriptive Notation (z.B. „P-K4“ statt „e4“). Sie könnten ihr in älteren Schachbüchern begegnen. Die wichtigsten Unterschiede:
- Die deskriptive verwendet Figurennamen für Linien (K-Linie, D-Linie, KB-Linie…)
- Reihen werden aus der Perspektive jedes Spielers nummeriert (K4 von Weiß = e4, K4 von Schwarz = e5)
- Die algebraische ist jetzt universell — verwenden Sie sie für alles
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